Das Greater Good Magazine hat einen nützlichen Artikel zu Empathie veröffentlicht:

In a Divided World, We Need to Choose Empathy

Er zeigt auch einen modernen Blick auf unsere Gefühle – nicht als irrationale, tierische Impulse, sondern als regulierbare Emotionen, die wir durch Praktiken wie Mitgefühlsmeditation steuern lernen können.

Dies gibt uns eine Möglichkeit, jenseits von traditionellen Therapiemethoden selbst unsere Gefühle zu beeinflussen. Zehn Minuten Meditation am Tag statt 3 Sitzungen auf der Couch pro Woche. Prinzipiell gilt auch hier: je mehr man übt, ohne Druck auszuüben (oft ist dies 3x wöchentlich), umso schneller entwickelt man Empathie und einen freundlichen Umgang.

Empathie ist im direkten Kontakt am einfachsten: Mimik, Gestik, Stimmlage transportieren viel mehr als eine Email ausdrücken kann. Wir missverstehen weniger, können direkt nachfragen. Unsere Gefühle steuern unsere Reaktionen und schützen uns vor überzogenen Handlungen. Es ist bekannt, dass der größte Teil der Soldaten in beiden Weltkriegen nicht auf den Feind geschossen hat – die Schießhemmung ist enorm, wenn wir einem Menschen in die Augen blicken. Unser Gesicht transportiert eine Vielzahl an Ausdrücken und die Regionen im Gehirn, die diese Muskeln steuern, machen einen großen Teil des Kortex aus.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, eine Begegnung mehr als hundert Bilder. Wir sollten einander begegnen, auch über kulturelle und soziale Grenzen hinweg, denn es bereichert unser Leben. Mit Praktiken wie der Mitgefühlsmeditation ist dies leichter möglich.

Am Rande bemerkt:
edX, die Online-Plattform, die auch moderne Psychologiekurse für Einsteiger bietet, scheint Bestrebungen zu zeigen, eine deutsche Oberfläche zu installieren. Dies bedeutet für Coaches wie mich: Wissen aktiv vermitteln, rausgehen, Körper mit einbeziehen und Praktiken vermitteln im direkten Kontakt. Empathie wirkt hier dann ganz direkt und ich habe die Freude, das, was ich online lerne, menschlich weitergeben zu dürfen.  

 

Wer mehr zum Thema „Loving-Kindness Meditation“ lesen möchte, sollte nach Prof. Dr. Barbara L. Fredrickson schauen. Sie hat mich in Videos wirklich begeistern können.

 

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