Ich kenne keine ganzheitlichere Methode zur Heilung als das Tanzen. Wichtig ist, auf dem jeweiligen Leistungsniveau zu tanzen, ohne sich zu überfordern, sonst kannst es – wie auch beim Yoga – zu Rückschlägen und Verletzungen kommen. Doch wenn man ein Gefühl für den eigenen Köper entwickelt, kann Tanzen das Schönste auf Erden sein. 

Man konzentriert sich auf den Rhythmus der Musik, wird getragen. Die Komplexität des Tanzens lässt kein Gedankenkreisen zu. Wenn ein meditativer Punkt erreicht ist, kommt von innen natürlicherweise Freude und diese zuzulassen und auszustrahlen, wirkt kraftvoll und belebt. Wer tanzt, lebt im Moment. Und kaum etwas ist heilsamer.

Wer nicht mehr gut auf den Beinen ist, findet beim Hula die Möglichkeit, im Sitzen zu tanzen (Hula noho). Ein Beispiel zeigt das Waikiki Community Center, wo man im Video Senioren und Kinder sieht. „Pua“ bedeutet Blume und ist ein besonderes Zeichen von Wertschätzung. Könige und Königinnen wurden als „höchste Blumen“ bezeichnet. 

Manchmal ist es nicht das Alter, das uns einschränkt. Wir brauchen jemanden, der uns aufrichtet, uns hebt, damit wir auf die Beine kommen und wieder tanzen können. Nach den Tränen, der Wut, den Verletzungen und der Kleenex-Box, die ich für die Standardausstattung jedes Psychotherapeuten und Beraters (weibliche gleichfalls) halte. Sobald wir wieder ins Fühlen gekommen sind, können wir uns bewegen.

 

Kopf frei – tanzen