Wer gesund leben will, findet inzwischen eine bunte Palette an Angeboten. Yogakurse oder MBSR im eher alternativen Bereich, Erziehungsberatung oder Verhaltenstherapie in der Breite. Achtsamkeit und Empathie sind inzwischen breiter aufgestellt. Dankbarkeit als Thema ist noch ein wenig Neuling.

Dabei stellt sich durchaus die Frage, ob dankbar zu sein, aus der Mode gekommen ist. „Bitte“ und „danke“ zu sagen, war in meiner Jugend wohl fester Bestandteil der Erziehung.

Je individualistischer eine Gesellschaft, umso mehr scheint dies in den Hintergrund zu rücken. Es entsteht aus meiner Sicht eher ein Anspruchsdenken, vor allem, wenn der eigene Wohlstand gesichert ist.

„Ich bin wer, also verdiene ich das“ funktioniert nur bedingt. Wenn jemand vor mir steht, der Hilfe benötigt und fragt: „Können Sie mir bitte helfen?“ ist das ein klares, menschliches Signal. Ich kann mir sicher sein, dass meine Hilfe nicht schroff abgelehnt wird und wirklich erwünscht ist.

Ein „Dankeschön“ ist bereits ein Lohn. Zum Beispiel für das Tragen einer Einkaufstasche für eine Seniorin.

Achten Sie einmal darauf, wie es die Stimmung beeinflusst.

Dankbarkeit hat auch für den, der sie übt, positive Effekte. Sie verbessert unter anderem den Schlaf. Eine einfache Methode, Dankbarkeit zu vertiefen, ist ein Dankbarkeitstagebuch zu führen.